Konnichiwa Japan

Veröffentlicht am Mrz 18, 2013 in Reisebericht

In Japan sagt man Konnichiwa こんにちは。und das durfte ein DRWE-Trainer live erleben.

Vom 25.02. bis zum 08.03.2013 hatten wir die Möglichkeit in Japan einen NX und Teamcenter Basics Workshop für einen großen Automobilzulieferer durchzuführen. Eine tolle Herausforderung, nicht nur eine faszinierende Kultur kennenzulernen sondern auch die Kommunikation in englisch und “bruchstücklesweise” in japanisch. Hier berichtet er von seiner Reise:
Flagge von Japan

 

Ankunft in Japan 日本, oder auch Nihon

Nach der Ankunft am Sonntagmorgen gegen 10:30 Uhr am Narita Airport in Tokio (jap. 東京, Tōkyō) fuhren wir mit der Airport Limousine über die Autobahn quer durch die Stadt in das Metropolitan Hotel im Stadtteil Ikebukuro (jap. 池袋) im Zentrum von Tokio. Nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer und machten uns direkt auf den Weg das Stadtviertel zu erkunden. Tokio mit seinen 9.007.407 Einwohnern hat zu recht den Namen “Megacity”. Die ersten Eindrücke waren großartig. Die vielen bunten Lichter und das Umherlaufen in den Häuserschluchten mit teilweise 60 stöckigen Gebäuden war sehr beeindruckend.

 

Erster Arbeitstag

Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr nahmen wir die Tobu-Tojyo Line (jap. 東京メトロ, Tōkyō Railway) von Ikebokuru in Richtung Ogawamachi. Nach einer einstündigen Fahrt stiegen wir an der Station Tsukanowa aus und hatten nach einem 10 minütigen Fußmarsch das Werk in Musashi erreicht wo der Workshop stattfinden sollte.

 

DRWE in Japan


Teilnehmer waren vier Konstrukteure, eine technische Zeichnerin und eine Administratorin. Der kundenspezifische Workshop behandelte Themen der NX7.5 und Teamcenter 8.3 und wurde direkt in der Produktivdatenbank durchgeführt.
 

Arbeitstagebuch des Trainers

Erste Woche

In der ersten Woche bezog sich der Workshop auf die wesentlichen Funktionen und Arbeitsweisen zur Einzelteilerstellung. Spezielle Vorgehensweisen zur Übernahme von 2D Kurven, aus dem Programm Helix, nach NX7.5 und die daraus folgende Erstellung eines 3D Modells wurden gezeigt und geübt. Das direkte Arbeiten in der Datenbank und das Anwenden der Funktionen von Teamcenter 8.3 verstärkten den Eindruck des späteren Arbeitsumfeldes.

 

Zweite Woche

In der zweiten Woche wurden die Themengebiete auf die Baugruppen Konstruktion, die Zeichnungserstellung und erweiterte Teamcenter8.3 Funktionen ausgedehnt. Die in der ersten Woche erzeugten Einzelteile wurden zunächst zu einer Baugruppe zusammengebaut um später eine Zeichnung dieser Baugruppe anzulegen. Hierbei wurden auch die gezeigten Funktionen der ersten Woche wieder verwendet, um die Teile in der Datenbank zu finden und um diese dann in die Baugruppe einzubauen. Auch das Änderungswesen spielte hier eine große Rolle um die Modelle an die Baugruppe anzupassen.  

Durch das direkte Arbeiten in der Produktivumgebung, sind die Teilnehmer nun sehr gut vorbereitet auf den täglichen Arbeitsalltag der sie nun erwartet.


 
Am Dienstagabend wurden wir von den Japanischen Kollegen zu einem traditionellen Abendessen eingeladen. Zu essen gab es verschiedene japanische Fisch- und Fleischgerichte genannt Yakitori (jap. 焼き鳥) gegrillte Spießchen. Als Beilage bekamen wir verschiedene japanische Gemüsesorten serviert, unter anderem japanische Gurken und Bohnen. Gegessen wurde traditionell mit japanischen chop sticks (Stäbchen).
 

Am Wochenende war ich auf mich alleine gestellt und erkundete Tokio. Meine erste Station war Shibuya (jap. 渋谷区). Diesen Teil der Stadt kann man mit dem Time Square von New York vergleichen denn auf der Straße tummeln sich zehntausende Menschen und laufen die Straßen auf und ab um in den teuersten Geschäften aber auch am Straßenrand einzukaufen. Abends wird Shibuya von unzähligen Lichtern und großen Monitoren an den Gebäuden erhellt. Meine zweite Station war das Nissan Stadium in Yokohama. Hier fand das Endspiel der Fußball Weltmeisterschaft im Juli 2002 zwischen Deutschland und Brasilien statt. An diesem Tag spielten die Yokohama F. Marinos gegen die Shonan Bellmares. Nach einem sehr interessanten Fußballspiel machte ich mich auf den langen Rückweg nach Ikebokuru.
 

Sightseeing in Tokio

Am Ende der zweiten Woche luden mich zwei der Teilnehmer zu einer Sightseeing Tour in Tokio ein, mit anschließendem Essen in einem traditionellen Sushi Restaurant. Wir fuhren mit der Yamanote Line von Ikebukuro nach Shimbashi und dann weiter mit der Yurikamome Line über die Rainbow Bridge nach Odaiba (お台場). Dieser Stadtteil liegt auf einer von Menschenhand aufgeschütteten Insel in der Bucht von Tokio und man findet dort große Einkaufzentren und eine schöne Uferpromenade.
 
Nach einem Spaziergang entlang der Uferpromenade fuhren wir mit der Yurikamome Line zurück nach Shimbashi und mit der Asakusa Line nach Asakusa. Asakusa (浅草, ausgesprochen Asak’sa, dt. flaches Gras) ist ein Stadtteil im Tokioter Stadtbezirk Taitō. Dort angekommen besichtigten wir den berühmten Senso-ji Tempel, welcher sich mitten im Zentrum von Asakusa befindet. Direkt in der Nähe befand sich ein kleines Sushi Restaurant, in dem wir zu Abend aßen. Es gab viele verschiedene, frisch zubereitete Sushi Gerichte, die mit Soja Soße gegessen wurden.
 

Die letzten Tage in Japan

Am letzten Tag in Tokio unternahm ich noch alleine eine Tour durch den Stadtteil Ikebokuro und Sunshine City. Im 60. Stock des Sunshine 60 Towers (サンシャイン60 Sanshain rokujū) hatte ich einen sensationellen Blick über die Stadt. Leider zog am Vorabend ein Sandsturm von China über das Japanische Meer nach Tokio, daher war die Aussicht etwas getrübt. Sonntagmorgens hieß es dann Koffer packen und zurück nach Deutschland. Es war eine großartige Erfahrung die ich machen durfte. Ich habe dabei sehr viele nette und freundliche Menschen getroffen und dabei einen kleinen Einblick in die Kultur und das alltägliche Leben in einer Mega City genossen.
 
Wir sagen Sayonara さよなら。und bis hoffentlich bald mal wieder im Land der aufgehenden Sonne.

 

Der erste Tag in TokyoTokyo bei NachtSonderbare LadengestaltungBesuch im japanischem RestaurantJapanische KücheJapanische MahlzeitTokyo am TagPublic Transportation in TokyoDowntown Tokyo mit WerbetafelnTraditionell Essen im zweiten RestaurantJapanische SpeisekartenWasabi selbst geriebenEssen mit den Localsim 60. StockTolle AussichtenGoodbye NipponMetro in TokyoVerrückte MetrofahrtDer Asakusa-Schrein in TokioFantastisches Sushu