Erdbeben in Nepal – Wie geht es unserem Patenkind Ishan?

Veröffentlicht am Jun 30, 2015 in Aktuelles

Nepal, 25. April 2015 – Erdbeben der Stärke 7,8. Rund 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu liegt das Epizentrum des verheerenden Erdbebens in Nepal. Der Ursprung des Bebens ist in 18 Kilometern Tiefe, verursacht durch das Aufeinandertreffen der Indischen Platte, die sich Richtung Norden über die Eurasische Platte schiebt. Am darauffolgenden Tag gibt es Nachbeben der Stärke 6,7. Den kompletten Mai über gibt es zahlreiche Nachbeben. Bis zum 10. Mai sind mehr als 7.900 Tote geborgen.
Nepal, 12. Mai 2015 – Nur 17 Tage später ist Nepal Opfer eines weiteren katastrophalen Erdbebens, diesmal mit einer Stärke von 7,3. Epizentrum des Bebens liegt 83 Kilometer östlich von Kathmandu in der Nähe des Mount Everest. Innerhalb der ersten Stunde folgen dem Beben drei Nachbeben, deren Stärke zwischen 5,0 und 6,3 liegen. In Kathmandu dauern die Erdstöße fast eine Minute. Mindestens 148 weitere Menschen kommen ums Leben. Am 29. Mai 2015 dann das letzte Nachbeben der Stärke 4,9.

 
Nepal_Karte
 
Nepal ist erschüttert, alles liegt in Trümmern. Die Erdbeben haben tausenden Menschen das Leben gekostet, unzählige sind verletzt oder obdachlos. Familien wurden auseinander gerissen, provisorisch gerichtete Zeltlager müssen als „Zuhause“ dienen. Es herrschten und herrschen immer noch katastrophale Zustände.
 

Auch unser Plan-Patenkind Ishan Magar kommt aus Nepal. Er wohnt mit seiner Familie in Urlabari, einer Stadt im östlichen Terai Nepals im Distrikt Morang. Nach den ersten Berichten aus Nepal waren wir in großer Sorge: ist Ishan und seine Familie gesund? Ist seine Heimatregion ebenfalls betroffen? Auf der Internetseite von Plan haben wir uns sofort informiert.   Lange Zeit konnte nichts zu den Umständen in den verschiedenen Gebieten Nepals gesagt werden. Doch nun können wir aufatmen. Im Distrikt Morang „sind alle Patenkinder soweit wohlauf“ – so berichtet Plan. Eine Kontaktaufnahme mit Ishan ist allerdings momentan noch nicht möglich.

Ishan
 
Für die restlichen nepalesischen Projektgebiete gibt es nach wochenlangem Warten nun ebenfalls die beruhigende Nachricht. Alle Patenkinder haben die erschütternde Katastrophe überlebt. Dennoch sind einige Gebiete schwer zugänglich und die Situation in den verwüsteten Regionen ist nach wie vor kritisch. Das Hauptaugenmerk des Kinderhilfswerkes liegt auf der Nothilfe, Aufräum- und Aufbauarbeiten. Plan konnte bisher umfangreiche Nothilfemaßnahmen einleiten und bei den ersten Wiederaufbaumaßnahmen mitwirken.

 
Plan_Nepal
Foto: Plan International
 
Bitte unterstützen auch Sie die Arbeit vor Ort, jede Hilfe ist nötig. Auf http://www.plan.de/aktuelle-lage-in-nepal.html können Sie sich informieren, wie Sie helfen können und für welche Zwecke Ihre Spenden eingesetzt werden.

Wiederaufbau
Nothilfe Nepal